| | Datum | Meldung | | 03.03.03, 17:50 | Metzger im Blutbad Lesermeinung zum Bericht über den "Metzgersprung" am 2. März in Salzburg/St.Peter: Aktivisten der Tierrechtsbewegung haben beim Metzgersprung in der Stadt Salzburg/St. Peter den Bottich mit warmen Wasser mittels Lebensmittelfarbe BLUTIG ROT gefärbt, um dagegen zu protestieren, dass in den Schlachthäusern Tiere zu Tode gequält werden. Die Todsünden der Metzger Durch das Ritual des Metzgersprungs sollen sich die Metzgerlehrlinge von allen Sünden reinwaschen, die sie während ihrer Lehrzeit begangen haben. Dem Tierschutz wurde von Metzgern immer wieder darüber berichtet, zu welch grausamsten Verletzungen es kam, wenn sie das Schlachten gelernt und geübt haben. Wer empfindsame Lebewesen tötet oder für sich töten lässt, kann sich von der schweren Schuld nicht so einfach reinwaschen! Aktuelle Bilder von der Tierrechtsaktion unter http://www.tierschutz.cc/bilder/metzger/blutbad.html Die Aktion ist auch auf Video festgehalten. Wie Tiere im Schlachthof zu Tode gequält werden, wenn sie während des Ausblutens aus der Betäubung erwachen und bei vollem Bewusstsein abgestochen werden ist auf der Homepage www.tierschutz.cc unseres Tierschutz-Dachverbandes dokumentiert. Auch vor der Messe "Hohe Jagd Salzburg" gab es Demonstrationen gegen das Tiermorden. Dr. Friedrich Landa Obmann der Salzburger Tierschutzorganisation RespekTiere Tel 0043 6643434366
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| 27.01.03, 12:18 | Lehrmittel "Tierschutz" für den Einsatz im modernen Unterricht Tierschutz-Lehrmittel von Tierärztekammer Die Bundeskammer der Tierärzte Österreichs hat ein Lehrmittel "Tierschutz" für den Einsatz im modernen Unterricht herausgegeben. Grundsätzlich ist zu begrüßen, wenn sich neben den Tierschutzorgansationen auch Tierärzte des Themas "Tierschutz" verstärkt annehmen und ihr Wissen den Lehrkräften zu vermitteln suchen. Die 150 Seiten umfassende Broschüre soll ua. "Anregungen zur Behandlung des Themas Tierschutz in der Schule geben", "Mut für einen handlungsorientierten, aktuellen Unterricht geben" und "zeigen, dass auch Einzelpersonen etwas zum Tierschutz beitragen können." Gleich im Vorwort wird erwähnt, dass "Bereiche wie zB die Betäubung von Schlachtvieh" nicht behandelt werden. Die Bundeskammer der Tierärzte hofft, dass dieses Lehrmittel zu Diskussionen Anlass geben wird und bittet um Anregungen und Kritik: Die Einführung ins Thema Tierschutz beginnt mit einem Kapitel über ETHIK Mensch-Tier-Beziehung "Zur Befriedigung der Nachfrage nach billigerem, hellerem Kalbfleisch wurden Kälber in engen Ställen ohne genügend Bewegungsmöglichkeiten und Tageslicht unter Einsatz von Milchaustauscher in möglichst kurzer Zeit schlachtreif gefüttert." (Seite 10) Es wird darüber berichtet, dass alte Kulturvölker in China und die Indien gütiges Verhalten allen Geschöpfen gegenüber lehrten. Von den religiösen Denkern Chinas (Laotse, Kungtse, Mong Dsi) wurde "das Töten von Tieren...als Frevel bezeichnet." Die indischen heiligen Schriften lehrten "das Gebot von Ahimsa, der Gewaltlosigkeit. Da die beseelte Welt eine Einheit bildet, fügt jeder, der dem anderen ein Leid zufügt, dieses gleichzeitig sich selber zu. Das Gebot von Ahimsa ist ein Grund, warum viele Inder vegetarisch leben und alle Berufe, die mit Töten zu tun haben, als 'unrein' gelten. Die Schonung der Tiere gilt weltweit als spezifisch buddhistisches Prinzip. Das Mitleid mit allen Wesen ist hier zum beherrschenden Ethos geworden. Bei den Griechen waren die Pythagoräer und Epikureer Vegetarier aus der Überzeugung, dass Tiere eine Seele haben und eine Seelenverwandtschaft zwischen Menschen und Tieren bestünde." Während in Griechenland "einzelne philosophische Schulen ihre Verbundenheit mit dem Tier durch vegetarische Lebensweise zum Ausdruck" brachten, anerkannte das römische Recht "nur Menschen als Träger von Rechten. Das Tier war demzufolge rechtlos und galt als Sache." (S.10) Descartes sah im Tier nur eine seelenlose Maschine. Darf der Mensch Tiere nutzen? Im folgenden nehmen die Tierärzte Stellung zu der "zentralen Frage, wie weit der Mensch berechtigt sei, Tiere zu nutzen". (S 11) und erklären drei Modelle für die Mensch-Tier-Beziehung als denkbar: 1) Der Mensch ist Besitzer des Tieres (ohne jeglichem Eigenwert). Das Tier wird "zu einer bloßen Sache, die vom Menschen schrankenlos (aus)genutzt werden kann." (S 14) 2) Mensch und Tier sind gleichwertig, die Tiere besitzen Eigenwerte und Eigenrechte. "Die Forderung nach Unversehrtheit des Tieres schließt eine Nutzung für den Menschen aus." 3) Das Tier als Mitgeschöpf des Menschen, auf der Grundlage der Ehrfurcht vor dem Leben. Demnach sind die Tiere "leidensfähige Mitgeschöpfe, die Anrecht auf Respekt und Fairness haben. Das Leben des Tieres ist nicht minderwertig, ganz im Gegenteil: Es ist andersartig, artspezifisch und hat einen ihm eigenen Wert. Daraus folgt: Alle Nutzungsformen, die das Wohlbefinden der Tiere schmälern, sind an sich abzulehnen." (S 15) Menschengerecht gegen Tiergerecht? Im Anschluss an die Darstellung der drei verschiedenen Modelle von Mensch-Tier-Beziehung folgt in dieser Schrift von Tierärztekammer und Bundesministerium für Bildung eine Bewertung für Modell 3. Ein in der Schrift der Tierärztekammer für die Schulen festgestellter "Gegensatz 'Menschengerecht - Tiergerecht ist, in jedem konkreten Einzelfall neu gegeneinander abzuwägen - Wer wird zuerst aus dem brennenden Haus gerettet? - Das Kind oder das Haustier?" (S 15) In der Beurteilung, was ist gut und was ist böse, verweisen die Tierärzte auf die "Grundforderungen der Arbeitsgruppe 'Sozialethik und Nutztiere' der Universität Zürich" und Albert Schweizers Ehrfurcht vor dem Leben: "Nutzung und Tötung von Tieren nur, wenn damit unverzichtbare Bedürfnisse des Menschen befriedigt werden." (S 11) Tierschutzunterricht sollte keine ethische Weltanschauung aufdrängen Die langjährige Erfahrung der Tierschutzorganisationen mit "Tierschutz im Unterricht" hat gezeigt, dass irgendwelche Anmaßungen durch Lehrkräfte im Bereich der Ethik (in Form von "Man darf nicht..." bzw "Du sollst...") nicht so gerne gehört werden und auch gar nicht nötig sind. Es genügt im Tierschutzunterricht Tatsachen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Jugendliche und Kinder sind im allgemeinen gut selbst fähig zu erkennen was gut wäre und wie die Tiere zu behandeln sind. Exkursionen in Tierfabriken und Schlachthäuser In dem Lehrmittel wird betont, dass beim Thema Tierschutz "viele Aspekte mit Wissen über die biologischen Bedürfnisse, aber auch mit individueller Einstellung bzw. Betroffenheit" zu tun haben. Um möglichst konkret mit den tierschutzrelevanten Fragen in Berührung zu kommen, empfehlen die Tierärzte den Besuch von Kälber- und industrieller Schweinemast oder von Milchviehbetrieben und Legebatterien: "Das Ziel soll sein, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die Folgen ihres eigenen Verhaltens zu erkennen und nötigenfalls zu verändern." (S19) Die Tierärzte schlagen Fotoreportagen vor: "Schüler und Schülerinnen recherchieren über die verschiedenen Lebensetappen" der Nutztiere: "Sie informieren sich möglichst 'vor Ort', zB bei Bauern, Züchtern... oder auf dem Schlachthof..." Fleisch frisst Mensch Wird in Großbetrieben vermehrt Kraftfutter eingesetzt, so zeigen die Tierärzte auf, "besteht...die Gefahr der Überproduktion." "Österreich importiert Futtermittel hauptsächlich aus den EU- und den Entwicklungsländern." In diesen Ländern der Dritten Welt wird durch den Export von Futtermitteln "die Ernährungssituation der eigenen Bevölkerung verschlechtert... Zitat: 'Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen.'" Kurz wird angemerkt, dass das in den Entwicklungsländern "massive negative Auswirkungen auf die Natur hat." (S.25) Aber auch bei vielen österreichischen Tierfabriken stellt "diese hochspezialisierte und bodenunabhängige Betriebsweise...für die Umwelt eine große Belastung dar. Diesen Betrieben fehlt meist der notwendige Boden zum Ausbringen der Gülle. Da die Güllengruben trotzdem periodisch geleert werden müssen, wird der Boden überdüngt. Die Gülle fließt direkt oder indirekt ins Grundwasser oder in Bäche und Seen. Die ökologischen Folgen sind erheblich." (Nitratgehalt im Grund- und Quellwasser S.25 u. 38) "Schuld tragen Betriebe, die im Verhältnis zu den Tieren zu wenig Boden zum Ausbringen der Gülle haben." Tiergerechte Haltung Bei den "Grundbedingungen für eine tiergerechte Haltung" von Nutztieren wird von den Tierärzten ua. festgestellt, dass einstreulose Haltungen und "eine dauernde Anbinde- bzw. Einzelhaltung ohne Auslauf nicht tiergerecht" sind. (S.21) Schweinehaltung "In den Betrieben mit intensiven Haltungsbedingungen traten vermehrt Verhaltensstörungen auf... Spaltenböden mit zu großer Spaltenweite und scharfen Kanten führten zu... Klauenverletzungen." (S.40) Zu einem Bild vom Kastenstand 'Eiserne Jungfrau' zitieren die Tierärzte aus der Tierhalteverordnung: "Schweine dürfen nicht dauernd einzeln oder angebunden gehalten werden." (S.41) Land ohne Tierfabriken? "Die typischen Schweinehaltungsgebiete sind... insbesondere Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark, wo auch große Intensivtierhaltungsbetriebe vorkommen. Vorarlberg ist...kein typisches Schweinezucht und -mastgebiet... Richtige 'Tierfabriken' hat es deshalb nie gegeben." (S 20) (Die Broschüre wurde von Dr. Erik Schmid aus Vorarlberg vom Bundesamt für Veterinärwesen in Bern übernommen und überarbeitet und hat deshalb einen starken Vorarlberg-Bezug.) Brutalität bei Eierproduktion Zur Eierproduktion "werden die männlichen Eintagsküken von Legerassen sofort nach erfolgter Geschlechtsdifferenzierung (das sogenannte 'Sexen') getötet": "Die 'wertlosen' Hahnenküken, die sich auf Grund der Zuchtausrichtung auf Legeleistung nicht zur Mast eignen, werden sofort getötet und gelangen entweder zur Verfütterung in Wildtierhaltungen (Raubvögel, Schlangen...) oder direkt in die Tierkörperverwertungsanstalt." Die Anforderungen an das Ei sind ua: "Sie sollen frei von fremden Geruch sein, nicht angebrütet sein und aus ästhetischen Gründen keine Blutflecken enthalten. Diese entstehen, wenn bei der Bildung des Eis kleine Äderchen im Eileiter des Huhnes platzen." Überschüssige Tiere in Zoofachgeschäften Wie bei den Nutztieren, informieren die Tierärzte auch bei den Heimtieren nicht nur über Tierhaltung und Zusammenhänge, sie geben auch hier ihre Meinung ab: "Unter bestimmten Voraussetzungen ist es verantwortbar, ein Heimtier zu halten." (S.57) Zur Vermehrung der Heimtiere steht geschrieben: "Falls Nachwuchs unerwünscht ist, empfiehlt es sich, Tiere wie zB Hunde und Katzern kastrieren zu lassen. Ansonsten sollte man sich frühzeitig über mögliche Abnehmer der Jungtiere (zB Zoofachgeschäfte) erkundigen." (S.60) Weil sich Zwerghamster nicht so zuverlässig wie weiße Mäuse paaren, empfiehlt die Tierärztekammer "im Frühjahr in mehreren Käfigen fortpflanzungsfähige, dh zwischen vier und zehn Monate alte Tiere paarweise zusammenzusetzen." (S.87) Für Dsungharische Zwerghamster heißt es in der Broschüre der Tierärztekammer: "Überschüssige Jungtiere sind begehrt und werden von Zoofachgeschäften gerne abgenommen." (S.86) Tierärzte vom Verein "Tierärzte für Tierschutz" vertreten im Gegensatz dazu die Ansicht, dass lebende Tiere in Zoofachgeschäften nicht verkauft werden sollten, da die Tiere in den Geschäften meist nicht artgerecht gehalten werden und großem Stress ausgesetzt sind. Deshalb sollten Zoofachgeschäfte nur tiergerechtes Zubehör und Futter verkaufen. Da die Tierheime überfüllt sind, sollten Kinder und Jugendliche nicht dazu ermuntert werden, "überschüssige" Tiere zu produzieren: Tierhaltung an der Schule Die Broschüre empfiehlt "die Haltung von lebenden Tieren im Schulhaus", ua. zwecks "Förderung des emotionalen Zuganges zu Lebewesen". (82) Eine "Kurzzeithaltung ist vor allem empfehlenswert, wenn man die Individualentwicklung von Lebewesen beobachten will." Durch einen "Schulzoo", so wird behauptet, kann ein "Stück Natur an die Schule geholt werden." (S. 83) Über wild lebende Katzen findet sich folgende Aussage: "Keinesfalls sollte man sie zufüttern, da dann ihre Population 'künstlich' hochgehalten wird und ökologische Probleme entstehen können." (S.80) Es ist schon gewagt in einer Schrift über Tierschutz anzudeuten, man solle gewisse hungrige Tiere keinesfalls füttern. Um "ökologische Probleme" zu vermeiden, können die Tiere eingefangen und kastriert werden. Zur Jagd auf Wildtiere wird festgestellt: "Unter ethischen Gesichtspunkten ist die rein sportlichen Zwecken dienende Jagd von Wildtieren, wie sie früher vom königlichen Adel und der Aristokratie... gepflegt wurde und wird, verwerflich." (91) Tierpark und Zirkus "Zoologische Gärten, Tierparks oder in eingeschränkter Form der Zirkus bieten in der heutigen Zeit Möglichkeiten zu einem relativ direkten Kontakt mit Wildtieren. Solche Einrichtungen müssen nach den neuesten Erkenntnissen der Tierbiologie geführt werden." (S.91) Auch bei diesem Thema dürften die meisten Kinder und Jugendlichen bereits zu einer kritischeren Beurteilung im Sinne des Tierschutzes fähig sein, als die Tierärzte: "Im Interesse der Tiere in Gefangenschaft darf die Dressur und Vorführung von Wildtieren nicht generell verurteilt werden." (S.118) Tierversuche Bei den Tierversuchen stehen für die Tierärzte die Tiere als "Stellvertreter der Menschen, wobei das Wohl der Menschen dem Wohl der Tiere grundsätzlich übergeordnet wird. Für den Menschen ist diese Wertehierachie einleuchtend. Tierversuche und das Töten von Tieren sind aber ethisch nicht einfach zu rechtfertigende Handlungen, da den Tieren dabei bewusst Leiden zugefügt werden." (S.121) Auch bei der Gegenüberstellung von 'Befürwortern' und 'Gegner' der Tierveruche erlauben sich die Tierärzte eine Bewertung: "Verantwortungsvolle Forscherinnen und Forscher befürworten nicht jeden Tierversuch, und nicht alle Tierschützerinnen und Tierschützer lehnen jeden Tierversuch ab." (S.128) Die Ausbeutung der Tiere bringt dem Menschen scheinbar viele Vorteile, aber kann der Gewinn für die Täter die Leiden rechtfertigen, die den Opfern angetan werden? Tier"Verbrauch" Pro Jahr und Einwohner werden ca. "0,04 Versuchstiere verbraucht, bei der Jagd 0,07 Tiere erlegt und in den Schlachthäusern 5,31 Tiere geschlachtet." Abschließend wird Horst Stern zitiert: Solange der Tierversuch "die Gesetze beachtet und die Kontrolle der Öffentlichkeit nicht scheut, werden wir mit ihm leben müssen, wenn wir leben wollen, wie wir nun einmal leben: genusssüchtig bis zur Krankhaftigkeit, der Bequemlichkeit hörig und skrupellos im Umgang mit der Natur." Dr. Friedrich Landa GF "Tierschutz im Unterricht"
Zeitungsberichte und Wissenswertes über "Tierschutz im Unterricht" der Tierschutzorganisationen unter www.tierschutz.cc Videomaterial zur Ergänzung des Tierschutzunterrichts: Video 1: Tierschutz im Unterricht Filmesammlung für Kinder, 1.- 4. Schulstufe 80 Minuten Cover/Inhalt unter: http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/images/huellen/vs-huelle.jpg Video 2: Filmesammlung für reifere Jugendliche und Erwachsenenbildung 240 Minuten Cover/Inhalt unter: http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/images/huellen/hs-huelle.jpg Video 3: TiU/Erwachsenenbildung: Betäubungslose Schächten und Schlachten 20 Minuten (+60) Cover/Inhalt unter: http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/images/huellen/schaecht-huelle.jpg Video-Bestellung: video@tierschutz.cc Um den Administrationsaufwand möglichst gering zu halten und möglichst viele Menschen über das Leiden der Tiere zu informieren, werden die Videos kostenlos verschickt. Dabei ist der gemeinnützige Verein "Tierschutz im Unterricht" auf Spenden angewiesen:
Österreich: Spendenkonto 5016092 der RB Hausruck Süd BLZ 34190 Deutschland: Konto Nr. 283851 der VoRB BgL BLZ 710 900 00
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Tierschutzlehrer der Tierschutzorganisationen können für alle Schulen in ganz Österreich unter folgenden Telefonnummern eingeladen werden: Burgenland: Tel. 01 / 699 24 50-17 Tel. 0316/ 58 13 20 Kärnten: Tel. 0316/ 58 13 20 Niederösterreich: Tel. 01/9291498 Tel. 01 / 699 24 50-17 Oberösterreich: Tel. 06643434366 Salzburg: Tel. 06643434366 Steiermark: Tel. 0316/ 58 13 20 Tirol: Tel. 05242/ 93 7 50 Tel. 0664/ 49 80 741 Vorarlberg: Tel. 05512/ 43 44 Wien: Tel. 01/9291498 Tel. 01 / 699 24 50-17
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| 04.12.02, 14:16 | AMA-Werbung für Fleisch in Österreich irreführend ?
AMA-Gütesiegel nicht mit EU-Gesetzen vereinbar? Der Tierschutz-Dachverband ersucht die EUROPÄISCHE KOMMISSION zu prüfen, ob AMA-"Güte"siegel und "Bauernhofgarantie" für tierische Produkte wie Fleisch, Wurst usw. gegen das Gemeinschaftsrecht verstoßen. Im Tierschutzunterricht glauben die meisten Jugendlichen, dass tierschutzgerechte Lebensmittel durch das AMA-"Güte"siegel gekennzeichnet sind. AMA-Zeichen steht für Herkunft aus Österreich Die EU-Kommission möge prüfen, ob das AMA-Zeichen überhaupt als "Gütesiegel für höchste Qualitätsanforderungen" bezeichnet werden kann und ob es sich dabei nicht vor allem um ein Herkunftszeichen handelt, das Produkte kennzeichnet, die aus Österreich stammen. Wenn dem so ist, werden ausländische Produzenten durch das AMA-"Güte"siegel diskriminiert, weil es nur für österreichische Produkte vergeben werden kann. Verknüpfung von Herkunft und Qualität unzulässig Nach dem EU-Gemeinschaftsrecht ist eine Verknüpfung von Herkunft und Qualität nicht mit den EU-Gesetzen konform. Dies gilt insbesondere, wenn die so gekennzeichneten Produkte direkt oder indirekt staatlich gefördert werden. Denn dadurch würden Produkte aus anderen EU-Staaten unzulässig benachteiligt. Beste Qualität nur vorgetäuscht Die EU-Kommission möge prüfen, ob durch die staatlich geförderte AMA-Werbung beim Konsumenten der Eindruck erweckt wurde, als ob die Produkte nur deshalb als beste Qualität angepriesen werden, weil sie aus Österreich stammen und dadurch alle anderen Produkte, zB aus Bayern, benachteiligt werden. Informationsarbeit an den Schulen Im Tierschutzunterricht wird über Güte- und Herkunftszeichen - und was sie wirklich aussagen - informiert. Die meisten Jugendlichen glauben, dass tierschutzgerechte Lebensmittel als solche für den Konsumenten durch das AMA-"Güte"siegel gekennzeichnet sind. Was nützt alle Aufklärungsarbeit in der Schule, wenn die Menschen durch die tagtägliche Werbung irregeführt wurden? Irreführung der Konsumenten In der Werbung der AMA wurden jahrelang Rinder in Mutterkuhhaltung und Schweine auf Stroh gezeigt. Bei vielen Konsumenten wurde so der Eindruck erweckt, als würden AMA-Produkte in artgerechte Tierhaltung produziert. Die Realität in der Massentierhaltung in Österreich ist eine ganz andere! 70% der Konsumenten glauben AMA steht für artgerechte Tierhaltung Diese Ergebnisse gehen aus einer vom Marktforschungsinstitut Fessel-GfK durchgeführten Befragung hervor. Etwa 70% der Befragten verbinden mit dem AMA-"Güte"siegel fälschlicherweise Kriterien wie artgerechte Tierhaltung und Verbot von Massentierhaltung. Verbot des AMA-"Güte"siegels durch die EU-Kommission Die Vortäuschung falscher Tatsachen - vor allem in Bezug auf artgerechte Tierhaltung - ist durch die langjährige irreführende Werbung der AMA schon so fest in der Bevölkerung verankert, dass diese Fehlinformation nur duch ein Verbot der weiteren Verwendung des AMA-"Güte"siegels wieder rückgängig gemacht werden kann. AMA schadet Bio-Bauern AMA-Werbung für Fleisch irreführend? Seit Jahren wurde in der AMA-Werbung durch Aussagen wie, das AMA-"Güte"siegel sei "die höchste Auszeichnung für beste Lebensmittelqualität", der Eindruck erweckt, Produkte mit dem AMA-"Güte"siegel seien höchste Qualität. Warum sollten da die Konsumenten noch einen höheren Preis für Bio-Lebensmittel bezahlen? Wenn AMA-Produkte in der Werbung so dargestellt werden, als handle es sich dabei um Produkte aus biologischem Anbau, werden weniger Konsumenten die echten Bio-Lebensmittel kaufen.
Konsumenten verwechseln AMA- mit BIO-Produkten Der Bundesobmann des Ernteverbandes Sepp Ortner hat darauf hingewiesen, "dass die Konsumenten durch Stil und Aussagen in der Werbung für das AMA-"Güte"siegel so getäuscht werden, dass ca. 40% der Befragten glauben, das AMA-Gütesiegel sei ein Erkennungszeichen für Bioprodukte." Aus einer vom Marktforschungsinstitut Fessel-GfK durchgeführten Befragung geht auch hervor: Mehr als zwei Drittel der Konsumenten glauben, dass Produkte mit dem AMA-"Güte"siegel aus biologischer Landwirtschaft stammen. Bio-Produkte von höchster Quälität Den Bio-Bauern wurde durch die konsumententäuschende AMA-Werbung arg zugesetzt! Für die tatsächlich so gut es geht mit der Natur produzierenden Bio-Bauern kann diese Verwechslung den wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Viele Bio-Bauern haben wieder aufgehört, ökologische Lebensmittel herzustellen, weil sie für ihre höchstwertigen Lebensmittel nicht den entsprechenden höheren Preis erzielen konnten. AMA-Biozeichen ohne Qualität und Güte-Bezeichnung Besonders irreführend für den Konsumenten ist, dass es neben dem rot-weiß-roten "AMA-Gütesiegel" noch ein rundes "AMA-Biozeichen" für Produkte aus biologischer Landwirtschaft gibt. Für das AMA-"Güte"siegel entscheidend sind laut einer Informationsschrift der AMA "Herkunft + Qualität". Beim AMA-Biozeichen, das in der gleichen Broschüre vorgestellt wird, ist weder von Qualität, noch von Güte die Rede. Hier steht "Bio" lediglich für Umweltschutz.
Fleisch-Werbung von Bundesländern mitfinanziert Zuviel Fleischkonsum kann Gesundheit gefährden AMA-Werbung für Fleisch wurde von von einigen Bundesländern mitfinanziert. Mit Steuergeldern subventioniert sollte der Bevölkerung eingeredet werden, noch mehr Fleisch zu konsumieren, obwohl Ärzte und Ernährungswissenschaftler davor warnen, dass schon zuviel Fleisch gegessen wird und zuviele tierische Fette die Gesundheit gefährden können. In der aktuellen Werbung der AMA wird mit nacktem Menschenfleisch für Schnitzel geworben! Bio ohne ausdrücklich "bio" zu sein? In der Sonntags Rundschau wurde die Bevölkerung in einer "Anzeigenreportage", die mit "Land Oberösterreich" gezeichnet war, in irreführender Weise über "heimisches Fleisch" informiert: Die Anzeigenreportage behauptete: "Die Tierhaltung... der überwiegenden Mehrheit der oberösterrreichischen Rinderbauern erfüllen ja bereits die meisten Bio-Auflagen, ohne ausdrücklich 'bio' zu sein." Damit wird die Bio-Qualität relativiert, indem so getan wird, als sei fast alles, was aus der Heimat kommt, so gut wie BIO.
Zu Tode gequälte "Nutz"-Tiere Österreichs Nutztiere leben nicht auf einer Insel der Seligen Fast alle Schweine und Rinder, die in Österreich zur konventionellen Fleischerzeugung gemästet werden, müssen ihr Leben auf einstreulosen Spalten-Böden verbringen. Der Tierschutz konnte dokumentieren, wie Tieren in österreichischen Tierfabriken unter "Bauernhofgarantie" bei lebendigem Leib die Glieder abfaulten. Landwirtschaftsminister verleugnet Tierfabriken Landwirtschaftsminister Molterer wurde über die Missständen informiert. Er entgegnete mit der kühnen Behauptung: "In Österreich gibt es keine Tierfabriken!" Aufgrund dieser Ignoranz dauern die Tierquälereien in der Nutztierhaltung an. AMA-Tiere im AMA-Schlachthaus zu Tode gequält Für "Tierschutz im Unterricht" konnte dokumentiert werden, wie in einem AMA-zertifizierten Schlachthof AMA-Stiere beim Schlachten aus der Betäubung aufwachten und an einem Bein am Fließband hängend bei vollem Bewusstsein zu Fleisch verarbeitet wurden, das die Stempelung "für das AMA-Gütesiegel bestimmte Ware" erhielt. Herkunftsicherung unsicher Für AMA und "Bauernhofgarantie" wird behauptet, dass die Herkunft des Fleisches lückenlos bis an den Ursprung rückverfolgbar ist. In der Schlachthausdokumentation aus einem oö. Schlachtbetrieb wurde auch aufgezeigt, dass in der Herkunftsicherung eine böse Lücke klaffte. Bei lebendigem Leib das Ohr abgeschnitten Die Tiere werden zwar mit Ohrenmarken gekennzeichnet angeliefert. Aber wie auf der Schlachthausdokumentation zu sehen ist, wurde dem Tier noch bei lebendigem Leib das Ohr mitsamt der Ohrenmarke abgeschnitten, während es sich beim Ausbluten unter Todesqualen wand und entsetzlich brüllte. Abgeschnittene Ohren vertauscht Das abgeschnittene Ohr wurde von dem Schlächter zu anderen abgeschnittenen Ohren auf eine Tribüne gelegt. Später nahm ein weiterer Schlachthausmitarbeiter eines von mehreren herumliegenden Ohren, steckte es in einen Plastiksack und hängte diesen auf einen Schlachtkadaver. Am Ende des Fließbandes identifizierte der Veterinärkontrolleur die Leichenteile anhand der in Plastiksäcken angehängten Ohrenmarken. Keine Rückverfolgbarkeit Wozu das ganze Getue um die Kennzeichnung durch AMA-Ohrenmarken und die Rückverfolgbarkeit bei Bauernhofgarantie, wenn die Ohren im entscheidenen Moment abgeschnitten wurden und getrennt vom restlichen Schlachtkörper, den sie eigentlich kennzeichnen sollten, lose mit anderen markierten Ohren im Schlachthaus herumlagen? Kein Wunder, dass beim ersten BSE-Fall in Österreich die Rückverfolgung zunächst voll daneben ging!
Keine ausreichende Kontrolle Agrar-Lobby kontrolliert sich selbst Wie kann es sein, dass trotz Kontrolle bei den Tierschutz- und Hygienevorschriften solche Missstände zu finden sind? Wie ist es möglich, dass, wenn in einem Schlachthaus für "Tierschutz im Unterricht" ein Video gedreht wird, gleich mehrere Fleischskandale aufgedeckt wurden? Die Tierschutz- und Hygienekontrollen beim Schlachten müssen völlig unzulänglich gewesen sein!
Tier- und Konsumentenschutzbestimmungen ignoriert Bauern, Viehhändler, Schlächter und Schlachthausbetreiber waren sich in keiner Weise bewusst, dass sie sogar vor laufender Kamera immer wieder Tier- und Konsumentenschutzbestimmungen verletzten! Schlachthaustierärzte, die den Tierschutz und die Kontrolle ernst nahmen, wurden von den Schlachthausbetreibern gekündigt. Deshalb sollten Kontrollen zur Einhaltung der Tierschutzbestimmungen nicht von der Agrar-Lobby selbst, sondern von Vertretern des Tierschutzes oder von EU-Behörden durchgeführt werden! Dokumentationen 1) AMA-"Güte"siegel: Was AMA-Werbung für Fleisch behauptete und was im Gegensatz dazu in den AMA-Produktions-Richtlinien stand, findet sich unter: http://www.tierschutz.cc/bilder/ama-taeuschung.html Beispiel für irreführende Informationen Unter der Überschrift "Das beste Fleisch Österreichs!" und dem Angebot "Schweinsschopf ohne Kochen per kg 79,90" einer "Frohe Weihnacht"-Aussendung der contra-Filialen behauptete die AGRARMARKT AUSTRIA: "Das Menü unserer Tiere: Für Tiere im AMA Gütesiegel-Programm gibt es nur bestes, heimisches Futter, das die Bauern auf ihren Feldern anbauen." Ausländische Herkunft Die AMA-Gütesiegel Richtlinie FRISCHFLEISCH sieht (auf Seite 7) jedoch für alle Masttiere als "Futtermittel" lediglich vor: "Es muss für die Mast mindestens 70 % des Futters aus heimischer Erzeugung verwendet werden." 30% der Futtermittel können somit ausländischer Herkunft sein.
AMA-Gütesiegelqualität In einer Werbung der AMA war zu lesen: "Schweine können viel, wenn man Leistungsförderer und Antibiotika bei der Fütterung einsetzt. Aber eines können sie dann sicher nicht: Das AMA-Gütesiegel bekommen. Jede noch so kleine Schweinerei weisen wir mittels vieler hochentwickelter Kontrollen ...nach." Antibiotische und chemische Leistungsförderer Die Agrarmarkt Austria schreibt in der Informationsschrift "Frischfleisch mit dem AMA-Gütesiegel" auf Seite 7 unter "Reinheitsgebot in der Fütterung" "AMA-Gütesiegelbauern ist zum Beispiel der Einsatz von antibiotischen und chemischen Leistungsförderern in der Mast strengstens verboten." Diese "strengstens verbotenen" Chemikalien fanden aber bei AMA-Betrieben dennoch Verwendung: Sie waren zwar in der Mast verboten, nicht aber in der Praxis der Aufzucht (bei Schweinen zB bis zu 35 kg Lebendgewicht).
Die Schlachthausskandale, wie die Tiere bei vollem Bewusstsein zu Tode gequält und ihnen noch bei lebendigem Leib die AMA-Ohrenmarken abgeschnitten wurden, sind dokumentiert unter: http://www.tierschutz.cc/bilder/ohrenmarken/skandal.html und http://www.tierschutz.cc/bilder/rinderschlachtung.html auf Video unter http://www.tierschutz.cc/tiu/index-video.html bzw. auf unserer Hompage www.tierschutz.cc 2) "Bauernhofgarantie": Dokumentation wie unter "Bauernhofgarantie" in österreichischen Tierfabriken Tiere zu Tode gequält wurden: http://www.tierschutz.cc/bilder/fleischskandal/bauernhofgarantie.html Hier ist zu sehen wie den Tieren bei lebendigem Leib die Glieder abfaulten: http://www.tierschutz.cc/bilder/tierhaltung/oberoesterreich.html Dr. Friedrich Landa Tierschutzdachverbandspräsident Geschäftsführer "Tierschutz im Unterricht" Tel.: 0043 66 43 43 43 66
Anmerkung der Redaktion von DogInstinkt: In Deutschland heißt der Schwindel CMA Bestes vom Bauern ! Na dann Guten Appetit und Frohe Weihnachten.
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| 25.08.02, 14:37 | Grausamste Tierquälereien in konventioneller Landwirtschaft An den skandalösen Zuständen in der Nutztierhaltung und den unerträglichen hygienischen Zuständen bei der Fleischproduktion hat sich kaum etwas geändert. Das haben neueste Recherchen des Tierschutzes ergeben: Aufgrund der nicht artgerechten Haltung leiden die Tiere an blutigen Wunden und schmerzhaften Eiterbeulen; bei lebendigem Leib faulen den Schweinen die Glieder ab!
Die Behandlung der Tiere käme zu teuer
Diese kranken Tiere zu behandeln und ihre unbeschreiblichen Leiden zu lindern, zahlt sich nach Aussage von Tierärzten für die Nutztierhalter nicht aus. Für sie zählt einzig der maximale Profit. Die Tiere werden ohnehin geschlachtet. Bis dahin liegen sie mit eitrigen Verletzungen und teilw. mit gebrochenen Gliedern auf Beton-Spaltenböden im Kot. Der Amoniak-Gestank in den Stallungen verätzt ihnen die Augen. Dreck überall - auch in den Futtertrögen! Ratten bevölkern die Stallanlagen.
Politiker und Behörden sind informiert, aber die Quälerei geht weiter
Diese Missstände übelster Art wurden den zuständigen Politikern und Behörden vom Tierschutz seit Jahren immer wieder angezeigt. Die Medien haben darüber berichtet und es kam zu mehreren Gerichtsverhandlungen. Aber an der Situation der Tiere hat sich kaum etwas geändert. Offenbar sind die Verantwortlichen nicht in der Lage, dafür zu sorgen, dass diese Tiere in der konventionellen Landwirtschaft ohne Qualzufügung gehalten werden.
"Bauernhofgarantie" für Schweinemäst- Konzentrationsbetrieb
Im Februar 2001 konnte aufgedeckt werden, wie unter "Bauernhofgarantie" in einem Tier-Konzentrationsbetrieb in Oberösterreich, Bezirk Braunau, Tiere zu Tode gequält werden. Der Tierschutz-Dachverband informierte Veterinär-LR Dr. Achatz und Tierschutz-LR Dr. Stöger. Der Schweinemäster musste sich wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten.
Bei jedem Skandal werden verstärkte Kontrollen versprochen
Amtstierarzt Dr. Josef Stöger sagte vor Gericht aus, dass den Tieren bei lebendigem Leib die Beine abfaulten: "Man kann doch die Tiere nicht einfach liegen lassen, bis sie sterben." ("Braunauer Rundschau" in der Ausgabe vom 25.10.2001.) Der Bezirkshauptmann Dr. Wolfram und Amtstierarzt Dr. Stöger haben dem Tierschutz in einer Besprechung am Do., 14. 2. 2002, versprochen, diesen Betrieb immer wieder zu kontrollieren und die Tierquälereien zu unterbinden. Tatsache ist:
Die Tierquälereien gehen weiter
Ein halbes Jahr später muss der Tierschutz feststellen: In dem Schweine-konzentrationsbetrieb werden weiter Schweine unter unbeschreiblichen hygienischen und tierquälerischen Bedingungen für die Billigstfleischproduktion gefangen gehalten. Es ist völlig unerträglich, dass in der konventionellen Landwirtschaft Tiere so behandelt werden und von Reformen immer nur geredet, aber nichts umgesetzt wird:
Hier die aktuellen Bilder vom August 2002
http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schweine/august/2002.html Bildmaterial (Video- und Bilddokumentationen aus dem Tier-KZ für die Medien) anzufordern unter: tierrechte@hotmail.com
Dokumentation der Vorgeschichte:
Im Februar 2001 konnte aufgedeckt werden, wie unter "Bauernhofgarantie" im Schweinemäst-KZ Tiere zu Tode gequält wurden: http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/fleischskandal/bauernhofgarantie.html
Einige Monate später werden bei einer weiteren Recherche erneut schwere Tierquälereien dokumentiert. Hier ist zu sehen, wie den Tieren bei lebendigem Leib die Glieder abfaulen:
http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/tierhaltung/oberoesterreich.html Bildmaterial tierrechte@hotmail.com
Gericht sprach Tierquäler frei
Doch der Richter konnte sich dem Vorwurf der Tierquälerei nicht anschließen. Der Staatsanwalt, vom Tierschutz zur Rede gestellt, warum er nicht Berufung gegen dieses skandalöse Urteil eingelegt habe, erklärte, er könne nicht auf einer Verurteilung bestehen, wenn die Behörde eine Frist von etwa 15 Jahren vorschreibe, bis die Stallungen entsprechend umgebaut seien.
Bei Nutztieren kein Schutz vor Quälerei? Wenn ein Amtstierarzt bei der Gerichtsverhandlung aussagt, dass den Tieren bei lebendigem Leib die Glieder abfaulen und man sie doch nicht einfach verrecken lassen kann und der Richter spricht den Schweinemäster frei und der Staatsanwalt erhebt dagegen kein Berufung - dann wird sich kaum noch einmal ein Tierarzt finden, der sich gegen Tierquälereien und für die Einhaltung der Tierschutzbestimmungen in der Nutztierhaltung einsetzt!
Bilddokumente aus dem Schweinemast-KZ nach dem Gerichtsurteil: Jän/Feb 2002 http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schweine/qual.html
Bildmaterial (Video- und Bilddokumentationen aus dem Tier-KZ für die Medien) anzufordern unter: tierrechte@hotmail.com
Ausführliche Berichte über diesen Schweinemastkonzentrationsbetrieb aus den letzten 2 Jahren finden sich auf: http://www.tierschutz.cc Dachverband, Aussendungen und Zeitungs-berichte. Video Schlachthausdokumentation http://www.t0.or.at/~tierschutz/tiu/index-video.html
Profitgier der Tierhalter verhindert Tierschutz
Wenn Tiere so gehalten und wenn sie so geschlachtet werden, wie auf unseren Bilddokumentationen und unserem Schlachthofvideo zu sehen, ist das nicht nur gegenüber den Tieren, die dem Menschen anvertraut sind, ein unfassbares Verbrechen: wer auf diese Art hergestellte Fleischwaren konsumiert, muss die Kadaver von lebenslang gemarterten und zu Tode gequälten Mitgeschöpfen fressen!
Tierquälereien im Verborgenen
Wenn in diesem Betrieb solche Zustände herrschen, obwohl er von der Behörde mit besonderem Augenmerk kontrolliert wird, mag man sich ausmalen, wie es - der Öffentlichkeit verborgen - in anderen EU-Tierfabriken zugeht.
Tierschutz wäre Menschenschutz
Eine solche Fleischproduktion macht krank! Bei dieser Tierhaltung braucht sich der Konsument nicht zu wundern, dass Bauern in Medikamentenskandale verwickelt sind. Antbiotika im Tierfutter, Rückstände im Fleisch können im Krankheitsfall für den Menschen tödlich sein.
Tierquälerei im Billig-Angebot
Konsumenten, die auf diese Art hergestelltes Billig-Fleisch kaufen, geben dadurch die Tierquälereien in der konventionellen Landwirtschaft in Auftrag. Wüssten die Menschen, auf welch brutale Art von Ausbeutung Fleisch hergestellt wird, würde ihnen der Appetit vergehen. Es sollte bewusst sein: Fleischessen verursacht Gewalt gegen Tiere.
Tierrettungsaktion
Nur wenn Tierschutzorganisationen in die Kontrolle von Tierhaltung und Schlachthäusern eingebunden werden, können die Tierquälereien aufgedeckt werden. Weil die Verantwortlichen von den Missständen im Verborgenen wissen, sie aber nicht abstellen, haben sich Tierschützer dazu entschlossen, in der Nacht auf So. 25. Aug. 2002 eine Schweinchen-Rettungsaktion zu wiederholen: Die OÖ. Nachrichten vom 13.02.2002 berichteten:
Die Tierrechtler drangen im Beisein einer Tierärztin mitten in der Nacht in den mit fast 4000 Mastschweinen belegten Betrieb ein. Nachdem sie ein Tier medikamentös beruhigt hatten, bargen sie es und brachten es mit der Tierrettung in eine Tierklinik, wo es notärztlich erstversorgt wurde. Laut Aussagen der Tierärztin hätte ein Verbleib des Schweines seinen unweigerlichen Tod bedeutet. Es soll nun "zur lebenslangen Rehabilitation" auf dem "Gnadenhof für alle Tiere" in Lochen bleiben. Der Verein gegen Tierfabriken berief sich bei der Aktion auf das so genannte Nothilferecht. Man vertritt die Auffassung, dass auch Tieren Nothilfe zustehe, da sie rechtlich keine Sache mehr seien.
Wie berichtet, war die betroffene Mästerfamilie Ende Oktober vergangenen Jahres im Landesgericht Ried vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen worden. Das Gericht konnte damals keinen "objektiven Tatbestand" feststellen.
Wesentlich zu diesem Freispruch beigetragen hatte seinerzeit die Aussage eines deutschen Tierarztes, der den Betrieb jahrelang betreut hatte. In der ersten Verhandlung hatte es noch wesentlich ungünstiger ausgesehen. Damals sagte der Amtstierarzt von Braunau, Josef Stöger, aus, dass in der Krankenbox Tiere gelegen seien, denen fast die Füße weggefault waren.
Bilder von der Rettungsaktion Sa. 9. Jän. 2002: http://www.t0.or.at/~tierschutz/bilder/schwein/gerettet.html
Tierschutzunterricht am "Gnadenhof für alle Tiere" http://www.t0.or.at/~tierschutz/tierschutzzentrum/docs/gfat/gfat.html
Dr. Friedrich Landa
Tierschutz-Dachverbandspräsident, Obmann RespekTiere, GF Tierschutz im Unterricht
Tel. +43 66 43 43 43 66 Homepage: http://www.tierschutz.cc
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| 10.07.02, 22:20 | Die Vergiftung des Lebensspendenden
Alles Leben stammt ursprünglich aus dem Wasser. Alles Leben besteht größtenteils aus Wasser. Alles Leben braucht Wasser. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Daher ist Wasser so ungemein wertvoll.
Das haben auch die Herren des großen Kapitals entdeckt und strecken nun die Hände aus nach dem "blauen Gold". Weltweit schreitet die Privatisierung der Versorgung mit dem lebensspendenden Saft aller Säfte voran. Nicht immer mit Erfolg: Unlängst stieß der franz. Mischkonzern "Vivendi" seine Wassersparte ab. Wie es scheint, hatte man den Menschen in den Armenvierteln südamerikanischer Ballungszentren vergeblich nahezubringen versucht, ihren Wasserverbrauch derart zu erhöhen, dass sich das Geschäft lohnt. Die Habenichtse weigerten sich beharrlich, höhere Einkommen herbeizuzaubern, mittels derer sie sich nicht nur fließendes Wasser, sondern auch Autos zum Waschen hätten sich leisten können (Le monde diplomatique berichtete im Mai).
Umso verwässerter wirkt dagegen der Realitätssinn der "Vivendi"-Manager im Hinblick auf die Lebenssituation der Mehrheit der Einwohner Südamerikas. In Kreisen, wo man das eigene Scheitern mit Abfindungen in zweistelliger Millionenhöhe abfedert, tut man sich halt ein wenig schwer damit, Armut wahrzunehmen. Man fliegt und schaut großzügig darüber hinweg. Und dann macht man seine Rechnung ohne den Verbraucher, der sie nicht bezahlen kann. Jedoch wird mit dem lebensspendenden Nass noch weitaus ärgeres Schindluder getrieben: Verschmutztes, verseuchtes oder vergiftetes Trinkwasser ist in Entwicklungsländern keine Seltenheit. Was Leben spenden soll, bringt häufig Krankheit und Tod. Laut Bericht der Frankfurter Rundschau Ende Juni ist das Grund- und Trinkwasser in vielen Gegenden der Welt mit Arsen belastet. Besonders in Entwicklungsländern bleibt das in der Hauptsache aus Krimis bekannte Gift häufig unentdeckt. Erst nach langjähriger Aufnahme führt es zu chronischen Gesundheitsschäden. Bis zu zehn Jahre kann es dauern, bevor Hautverfärbungen eine chronische Vergiftung anzeigen. Als Spätfolgen können sich Herz-, Nervenschäden und Krebstumore einstellen.
In Bangladesh zeigen rund eine Million Menschen Symptome einer Arsen-Vergiftung. Ursache: Regelmäßiger Genuss von stark arsenhaltigem Trinkwasser aus dem Bengal-Delta. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von der "größten Massenvergiftung in der Geschichte der Menschheit." Das Gift stammt aus arsenhaltigen Erzen. Es wird durch Verwitterung zunächst in wasserlöslicher Form freigesetzt, später in Form eisenhaltiger Sedimente fest gebunden und im Boden abgelagert. Durchströmt sauerstoffarmes Grundwasser diese Bodenschichten, setzen Mikroorganismen das Arsen erneut frei: Es gelangt ins Grundwasser.
Die gut funktionierende Wasseraufbereitung in reichen Ländern sorgt dort für die Entfernung des Giftes. Anders in Entwicklungsländern: Hier fällt die Arsenbelastung erst auf, wenn die ersten Vergiftungssymptome auftreten, das Kind also längst in den Brunnen gefallen ist bzw. aus diesem getrunken hat. So geschehen im Bengal-Delta. Ähnliche Verhältnisse findet man im Delta des roten Flusses in Nordvietnam. Untersuchungen ergaben, dass die Arsen-Werte hier bis zu 300 Mal über der WHO-Empfehlung von zehn Millionstel Gramm pro Liter Wasser liegen. Auch die Aufbereitung im Wasserwerk konnte ein deutliches Überschreiten des Grenzwertes nicht verhindern. Das arsenhaltige Wasser wird von elf Millionen Menschen in der Region um Hanoi verbraucht. Bisher wurden keine chronischen Vergiftungen bekannt. Vermutlich ist die Zeitspanne noch zu kurz. Dennoch rechnet man alsbald mit einer Vielzahl von Krankheitsfällen. Ein kleiner Lichtblick: Wissenschaftler haben ein einfaches Verfahren entwickelt, welches das Brunnenwasser vom Arsen trennt und in ländlichen Gebieten um Hanoi einsetzbar wäre. Ob es dazu kommt, dürfte wie immer eine Kostenfrage sein.
Während man in Industrieländern weniger Kosten bei der Wasseraufbereitung scheut, werden solche in Entwicklungsländern schlicht eingespart. Man könnte auch sagen: Sie werden auf Millionen von Menschen abgewälzt, die dafür mit dem Wertvollsten, was sie haben, bezahlen: Ihrem Leben und ihrer Gesundheit. Was juckt es die "zivilisierte Welt", solange es ihr gutgeht und sie vom Elend der Entwicklungsländer profitiert?
Aber wie gut geht es ihr eigentlich? Wie wohl bekommt ihr das eigene Trinkwasser? Arsen ist nicht der einzige Stoff, der uns auf Herz, Magen, Nieren und sonstiges schlägt. Inwieweit garantiert die "gut funktionierende Wasseraufbereitung" die Entfernung von Schadstoffen aus unserem Trinkwasser? Möchte einer darauf einen tüchtigen Schluck aus dem Hahn nehmen?
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wasser ist zu wichtig und zu wertvoll, als dass wir uns sowohl seine Vergiftung als auch seine Unterwerfung unter die (Un-)Logik der Profitmaximierung leisten können.
Die Wasserratte
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| 30.06.02, 12:09 | Ungesundes Gewinnstreben
Wann werden endlich die wahren Krankmacher zur Kasse gebeten ? Alles jammert über steigende Gesundheitskosten, die in Wahrheit Krankheitskosten sind. Schließlich nimmt Gesundheit keine ärztliche Behandlung in Anspruch, wenn man einmal von Routine- und Vorsorgeuntersuchungen absieht. Was aber ist so ungesund, daß die Kosten zur (vermeintlichen) Wiederherstellung der Gesundheit von Jahr zu Jahr steigen ? Schaut man sich unsere ramponierte Umwelt an, fällt die Antwort nicht schwer. Gesundheitsprobleme sind zu einem beträchtlichen Teil die Folge von Umweltproblemen. Bei Allergien werden immer häufiger Umweltbelastungen als Ursache genannt. Auch eine Reihe von Atemwegs- und Krebserkrankungen rühren von künstlichen Stoffen, die der Umwelt alles andere als wohl bekommen. Mit jenen Stoffen hätte man das Roß beim Namen genannt. Fehlt der Reiter. Es ist die liebe Industrie, die mit ihrem Roß Wald und Wiese ziemlich ungestört zertrampelt. Sie entpuppt sich als Hauptumwelt- und Gesundheitsschänder. Somit ist sie als Verursacher der hieraus entstehenden Gesundheitskosten anzusehen. Warum wird sie als solcher bis heute nicht an den Kosten beteiligt ?
Nehmen wir die Chemikalien in landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Obst, Gemüse und Salat werden gern als Inbegriff gesunder Ernährung gehandelt. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Nicht ganz so leicht bekömmlich sind die in ihnen enthaltenen Schwermetalle. Dazu gesellen sich Pestizide und andere als Schadstoffe einzustufende Köstlichkeiten aus den Chemie-Großküchen. Alles Gift, das krank macht. Doch die verantwortlichen Giftmischer bleiben ungeschoren. Ähnlich verhält es sich mit den Herstellern von Tierfutter. Seit BSE und MKS wissen wir, wie nahrhaft Tiermehl ist. Es verführt ausgemachte Pflanzenfresser, wie Rind und Schwein dazu, sich kannibalisch die eigenen, verblichenen Artgenossen in pulverisierter Form einzuverleiben. Eine Riesensauerei, die Tier und Mensch erwiesenermaßen krank macht. Ohne daß die Kadaverzerstäuber für die Folgekosten zur Kasse gebeten würden. Das Rad läßt sich weiter drehen.
Die sich für den Dienst an der Gesundheit des Menschen selbst belobhudelnde Pharma-Industrie stellt Medikamente her, die süchtig machen. Und damit es sich richtig lohnt, werden gleich noch die Medikamente zur Bekämpfung der Sucht dazugereicht. Was heilen soll, macht erst krank. Das Interesse der Phamazie an der Gesundheit der Menschen ist fragwürdig. An Gesundheit läßt sich nichts verdienen, an Krankheit schon. Dazu kommt: Es wird nur verkauft, was auf Lager ist. Andere, wirksamere Medikamente, die im Ausland längst im Umlauf sind, bleiben Patienten vorenthalten. Man tut alles für die Gesundheit der Bilanzen. Auf Kosten der Krankenkassen-Beitragszahler. Ein lohnendes Geschäft.
Würde man die Industrie allgemein an den Folgekosten der von ihr verursachten, gesundheitlichen Schäden beteiligen, nicht wenige ihrer Zweige gingen ein. Für die Hersteller von Tabak und Alkohol sähe es ganz düster aus. Und vor allem für die Rüstungsbranche. Man stelle sich vor, sie würde dazu verdonnert, für die Hinterbliebenen und Opfer ihrer Mordwerkzeuge (z.B. Minen) aufzukommen. Der internationale Waffenhandel wäre am Ende.
Wann unternimmt man endlich Schritte in diese Richtung ? Wie lange sollen Menschen noch weltweit mit ihrer Gesundheit bezahlen, damit einige, wenige Wohlhabende sich übergesund stoßen ?
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| 24.05.02, 15:34 |
Was taugen gesunde Gene in einer kranken Lebenswelt ?
Gehirnmanipuliert sind wir schon lange, wenn man so will, bis zur Verbranntheit. Nun geht es uns langsam, aber sicher ans im Zellkern Eingemachte, sprich an die Gene. Mehr Gesundheit, Schönheit, Intelligenz, Leistungsvermögen und andere guten Wünsche (sicher auch Himverbranntheiten) soll das Herumdoktern am Erbgut auf die lange Sicht erfüllen.
Zukunftsmusik, mit der sich zahlreiche Visionen verbinden. Eine davon nennt sich 'Dark Angel', eine amerikanische Zukunftsserie, ausgestrahlt vom privaten Femsehsender 'Vox'. Hauptfigur darin ist eine genmanipulierte Frau, die in der düsteren Zukunftswelt einer gescheiterten und verarmten ehemaligen Supermacht für Gerechtigkeit kämpft. Sie tritt dabei als perfekte Mischung aus Kampfmaschine, Sexbombe und Intelligenzbestie in Erscheinung. 'Bom to be perfect', 'Geboren, um vollkommen zu sein', hieß es auf einem Riesenplakat, mit dem 'Vox' für die Serie warb.
Eines scheinen die Autoren solcher Zukunftsvisionen jedoch nicht zu bedenken: Was nützt einem solchen Wunderwesen alle Perfektion aus dem Reagenzglas, wenn es sich in einer schwer belasteten, krankmachenden Lebenswelt bewegt ? Was hilft einem dunklen Engel, dessen übermenschliche Schnelligkeit gegen die Schwermetalle, die ihm schwer im Magen liegen und gegen die Auto- und Industrieabgase, die ihm Kopfschmerzen bereiten, ganz zu schweigen vom Verkehrslärm? Was nützen die ausgefeiltesten Kampftechniken gegen Allergien, die die Augen tränen lassen, das Näschen verschnupfen und asthmatische Atemnot verursachen?
Ein Körper kann noch so abgehärtet, ein Organismus noch so hoch entwickelt sein, die Schadstoffe in Luft, Wasser und Nahrung kennen kein Erbarmen. Sie sind wie Säure, die den härtesten Stahl zerfrißt. Und wenn das nicht reicht, gibt es noch eine Überdosis Stresshormone, die jeden Muskelberg in ein Häufchen Elend verwandeln. Der Übermensch aus dem Gen-Labor braucht also vor allem eines, wenn er nicht zu früh sein Verfallsdatum erreichen und wie eine Primel eingehen will: Ein perfektes Immunsystem, an dem alle Giftstoff- und Stress-attacken abprallen. Dazu sollte sich am Eingang seiner Luftröhre ein Rußfilter befinden, der verhindert, daß sich Schmutzpartikel, aber auch Teer und Nikotin in seiner Lunge ablagern.
Fortan könnte er nicht nur rauchen wie ein Schlot, sondern aus einem solchen inhalieren, gegebenenfalls die Abgasuntersuchung an seinem Kfz selbst durchführen, in dem er einen ordentlichen Zug aus dem Auspuff nimmt. Damit er kein verseuchtes und verschmutztes Wasser zu fürchten braucht, sollte sein Magen-Darmtrakt wie ein Katalysator funktionieren. So wird Trinkwasserknappheit nie ein Thema, weil das Gen-Wunder sogleich das Abwasser wiederverwertet. Und Alkohol verwandelt er in leistungsfördernden Treibstoff. Hoch die Tassen ! Es darf auch mit Spiritus angestoßen werden. Sobald die Blähungen einsetzen, kann der Raketenantrieb gezündet werden.
Schon sind wir bei der Nahrungsverdauung. Sie sollte so funktionieren wie ein Hochofen oder zumindest, sagen wir, wie eine Müllverbrennungsanlage. Heißt: Sie sollte alles verbrennen, was ihr in die Röhre geschoben wird, gleich ob schädlich, giftig, infektiös oder was auch immer. Vorbei die Zeit, als Magen und Darm bei solchen Lappalien wie Schimmelpilzen, Salmonellen oder unverträglichen Konservierungsstoffen den Dienst quittierten und die Nahrung entweder zurück Richtung Eingang oder per Schnellabfertigung zum Ausgang schickten. Im Fegefeuer der genmanipulierten Darmflora haben auch BSE-Prionen keine Überlebenschance. Bei einer solchermaßen perfekt funktionierenden Verdauung kann das Laborgeschöpf im Grunde auf die eigentliche Nahrung verzichten und sich an den Zusätzen gütlich tun. Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Antioxidationsmittel sind alle Mal nahrhafter als Hamburger und andere imitierte Nahrungsmittel. Gegen eine leckere Tiermehlspeise hat der Gen-Gourmet sicher auch nichts einzuwenden. Statt Fisch und Fleisch frißt er gleich das reine Fett. Auch Dickmacher, wie Süßigkeiten, können ihm nicht gefährlich werden. Genmanipulierter Mais schon gar nicht. Das Futter mag noch so schlecht sein, es wird hundertprozentig verwertet.
Und natürlich kennt unser Überwesen keinen Stress, der ihm auf den Magen schlägt. Es ist hundertprozentig belastbar und erreicht die höchste Verwertungsstufe. Das freut den Arbeitgeber. Von der Erschaffung eines solchen biologischen Wunderwerkes sind unsere Pinzetten-Künstler allerdings meilenweit entfernt. Ihr Forschungszweig befindet sich genauso im Embryonalstadium wie die von ihnen heiß und innig begehrten Stammzellen. Angesichts der Vielfalt von Arbeits- und Umwelterkrankungen stehen sie vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe. Es scheint empfehlenswerter, weil leichter, die Ursachen besagter Erkrankungen abzustellen, als mit einem Mordsaufwand vollkommen immune Übermenschen und menschliche Ersatzteillager heranzuzüchten. Eine gesündere Umwelt und bessere Lebensbedingungen sind weitaus erstrebenswerter als künstlich, an lebensfeindliche Umgebungen angepaßte Superorganismen.
Dahin kommen wir aber nur durch eine grundlegende Veränderung unserer Lebensform und Wirtschaftsweise. Ein erster Schnitt in diese Richtung wäre, endlich die Hersteller giftiger, krankmachender Stoffe zur Verantwortung zu ziehen. Damit würde das Übel der Umweltbelastung bei seiner Wurzel gepackt. Eine drastische Reduzierung von Arbeits- und Umwelterkrankungen, auch diejenigen, die fälschlicherweise für Erbkrankheiten gehalten werden, dürfte die Lebensqualität beträchtlich erhöhen. Und Genmanipulation größtenteils überflüssig machen (Gehirnmanipulation hoffentlich ganz)
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| 22.05.02, 20:24 |
Wenn Umwelt- und Arbeitserkrankungen nicht ständig geleugnet würden
Was macht krank? Was macht chronisch krank? Woher kommen all die Allergene und Krebserreger? Wie erklärt sich die stetig steigende Zahl von Infektionen, Immunsystemstörungen, Nieren- und Kreislaufinsuffizienzen oder so schlimmer
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Asthma oder Nahrungsmittel-unverträglichkeiten?
Wir hören immer nur vom Gesundheits-schädlichen Lebensstil der Versicherten, der die Zahl der chronifizierten Skelettschäden, der Herz-Kreislauf-erkrankungen, von Diabetes mellitus, Allergien oder Krebs in die Höhe triebe. Mit Lebensstil ist aber immer nur das Privatleben der Versicherten gemeint und hier auch nur deren Bewegungsunlust, ein zuviel oder ein zuwenig an häuslicher Keimabtötung, schädliche Ess-gewohnheiten und die Süchte, ständig die Luft vollzupaffen, mit dem Auto rumzukutschieren, Alkohol zu saufen, andere Drogen zu nehmen oder Ski zu fahren.
Gesundheitsbelastungen in der Arbeitswelt? Gibt es bei uns nicht. Kfz- und Flugverkehr? Benzinzuschlagsstoffe? Ist notwendig, und überhaupt, Asthma bekommen Kinder bei zu viel häuslicher Keimabtötung. Andere Umweltbelastungen durch (Agrar-) Industrieemissionen, Altlasten, Militäranlagen, Mülldeponien und -verbrennung, Elektrosmog durch unter anderem Mobilfunk ? Macht nicht krank und wir haben alles im Griff.
Schon gar keine Rolle dürfen die Belastungen in Millionen schadstoff- und/oder schimmelpilzbelasteten Privatwohnungen und Krankenhäusern, respektive anderen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel Schwimmbädern, Schulen und mit Pestiziden eingenebelten Supermärkten (meist am Wochenende), Kaufhäusern und anderen Einzelhandelsläden spielen. Dort überall summieren sich mitunter noch ganz andere giftige Dämpfe und Stäube aus Baumaterialien, Kunststoffen, Gummi, Leder, Holzprodukten, Textilien, Putz- oder Reinigungsmitteln zu meßbar erheblichen Schadstoffcocktails. Und ein gänzliches Schattendasein fristen die Erkenntnisse über Schadstoffbelastungen so vieler Lebensmittel, insbesondere von Obst und Gemüse.
Wer gute Gründe hat, anzunehmen, er sei durch solche - wie dann von ärztlicher Seite zu hören ist - Minimaldosierungen von Schadstoffen und/oder Toxien erkrankt, dem verpassen Ärzteschaft, Arbeitsämter, KKV'en, Berufsgenossenschaften und die Rentenversicherer übereinstimmend psychiatrische Diagnosen und verfrachten ihn in psychosomatische Reha-Kliniken. Wehe den Versicherten, die sich weigern. Ihnen werden postwendend die Sozialleistungen gestrichen.
Die Logik liegt auf der Hand: Würden Umwelt- und Arbeitserkrankungen nicht ständig geleugnet, stünde die Frage nach den Verursachern und deren Haftung zur Debatte, das heißt Übernahme der Therapiekosten und der Einnahmeausfälle, die die Geschädigten haben und damit die gesamte Struktur unseres Sozialsystems.
Dies alles wird totgeschwiegen, so daß es weder öffentlich noch privat bewußt ist.
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| 22.05.02, 20:28 |
Wie DogInstinkt erfahren hat, wurden z. B. in Bayern private Labors nach der großen BSE-Krise mit der Testung von geschlachteten Rindern beauftragt, da großer Handlungsbedarf bestand und nur wenige staatliche Labors die Testungen effektiv und schnellstmöglich vornehmen konnten. Diese privaten Labors versprachen sichere Tests und das für wenig Geld. Herausgekommen ist dabei, daß diese privaten Labors nicht die erhoffte Lösung waren, weil Tests eingesetzt wurden, die zu ungenau waren oder vielleicht einige Mitarbeiter es nicht ganz so genau mit den Vorschriften nahmen und somit kam BSE-verseuchtes Rindfleisch trotz Testung auf den Markt. Natürlich bemühte man sich um Schadensbegrenzung und holte, soweit nachvollziehbar, unsicheres Fleisch zurück, um es zu vernichten. Aber wieviel wirklich dennoch im Umlauf war, das man nicht nachverfolgen konnte, ist unklar. Und so heißt es für den Endverbraucher wieder: Vorsicht an der Ladentheke ! Können Sie wirklich sicher sein, daß das Rindfleisch, das Sie essen wollen, auch wirklich BSE-frei ist ? Nein, Sie können es nicht. Sie müssen sich auf das verlassen, was Ihnen Ihr Metzger oder Supermarkt sagt oder was Sie vielleicht lesen können. Lesen ja, aber essen ? Wir von DogInstinkt sind entsetzt über solche Machenschaften, insofern, daß der Bayerischen Regierung schon vor fast einem Jahr von kompetenten Leuten Bedenken gegenüber des Test-Handlings in privaten Labors angemeldet wurden. Unsere Verbraucherschutzministerin will uns "ökologisch" angebaute und Fleischprodukte als sicher verkaufen. Wir glauben nicht, daß das dem Verbraucher wirklich etwas nutzt, wenn die strenge Kontrolle durch das entsprechende Ministerium fehlt oder laxerweise gehandhabt wird. Wie sonst ist solch ein Skandal zu erklären. Wir bekommen immer noch BSE-verseuchtes Fleisch serviert und das zu saftigen Preisen, dafür aber mit sicherem Gütesiegel-Schwindel ! Und noch ein Wort an unsere Frau Künast. Die Bürger möchten nicht in 20 oder 30 Jahren als Alzheimer-Patienten in irgendwelchen Pflegeheimen landen, denn die Auswirkungen des Verzehrs von BSE-verseuchtem Fleisch werden wir erst dann zu sehen bekommen. Was ist los mit Ihrem Ministerium ? Von heisser Luft verbreiten haben die Bürger dieses Landes die Nase voll. Wir erwarten endlich, daß solche Skandale auch personelle Konsequenzen haben und daß nicht die Lobbies von Agrar-und Industrie & Co. Vorrang haben vor den Interessen eines jeden deutschen Bürgers. Wir erwarten Signale, nicht nur verbal, sondern auch sichtbar.
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